Echolote

Das Echolot zur Tiefenbestimmung beim Angeln in Norwegen

Tiefenbestimmung

Der Schwinger oder Schwingungssender sendet in kurzen Abständen einen gebündelten Strahl Tonwellen aus. Diese Wellen werden vom Meeresboden zurückgeworfen und von einem Mikrophon (Hydrophon) aufgefangen. Da die Schallgeschwindigkeit im Wasser von etwa 1500 m/s bekannt ist, läßt sich die Wassertiefe anhand der Laufzeit des ausgesendeten Schalls zum Meeresboden und zurück berechnen.

Früher wurden die Echos auf Papierbändern dargestellt, heute übernehmen das komfortable Displays. Mehr noch, es gibt seit geraumer Zeit bereits Echolote mit integriertem Kartenplotter, also Echolot und GPS in einem. Die Geräte haben zwar ihren Preis, aber man hat ein Gerät für zwei Funktionen. Technik die begeistert und vor allem auch für den Hobbyfischer Vorteile bringt.

Bitte achtet beim möglichen Kauf eines Echolots darauf, dass es mindestens 200m anzeigt.

Echolot beim Angeln in Norwegen

Mittlerweile sind Echolote mit integriertem Kartenplotter Standard auf Angelbooten in Norwegen.

Am besten sind vorinstallierte Echolote. © Andreas Stiehler

Greyline (Art des Untergrundes)

Neben der Tiefenanzeige mit die wichtigste Information, die uns das Echolot liefern kann. Da die Fische auf unterschiedlich beschaffenen Böden leben, sollte der Meeresangler zunächst genau wissen, welchen Untergrund sein Zielfisch bevorzugt.

Je fester der Untergrund (beispielsweise Fels), desto mehr Schallwellen werden zurückgeworfen und entsprechend stark fällt die Anzeige aus – dickere Linie auf dem Display. Hingen verlieren sich bei weichem Untergrund (beispielsweise Schlamm) die Signale und werden entsprechend schwach angezeigt – dünne Linie auf dem Display.

Sendeleistung

Lowrance x91

Beim Kauf eines Echolotes solltet ihr auf genügend Sendeleistung achten.

© Nordwest Funk

Der Bereich, den das Echolot tatsächlich anzeigen soll, hängt in erster Linie vom Geber ab. Je größer der Grad-Winkel des Geber, desto mehr Fläche kann “ausgeleuchtet” werden. Die größeren Abstrahlwinkel eignen sich vorrangig für flaches Wasser. Je tiefer es gehen soll, desto kleiner sollte der Abstrahlwinkel sein.

Bei einem 60°-Winkel werden ca. 30m, bei einem 20°-Winkel ca. 10m und bei einem 8° ca. 5m ausgestrahlt. Für Norwegen empfiehlt sich daher ein Echolot mit 20°-Geber und einem 8°-Geber für die großen Tiefen (z.B. beim Naturköderangeln) zu benutzen. Neuere Echolote bieten meist einen 20° und 8°-Geber, die sich bei Bedarf umschalten lassen, ideal also für Norwegenangler. Zusätzlich sollte noch auf die Wattleistung geachtet werden. Bei großen Tiefen ist entsprechend auch eine große Wattleistung erforderlich.

Portabel oder Festeinbau

Hobbyfischer, die ein paar Tage in Norwegen angeln wollen, werden ihre eigenen Echolote mit portablen Schwingern am Heck des Bootes befestigen. Berufsfischer hingegen benutzen Schwinger für eine Festmontage, die am Schiffsrumpf eingebaut werden. Klar, denn die Fischer brauchen es regelmäßig. Der Hütteneigner würde sicher nicht schlecht staunen, würde man an seinem Boot plötzlich einen Schwinger fest installieren.

Fisch-ID/Symbole

Die Anzeige von sogenannten Fisch-Symbolen ist doch sehr verwirrend. Das Echolot kann keine Fische im eigentlichen Sinn darstellen, sondern immer nur Gegenstände, die die Schallwellen reflektieren. Also werden auch alte Seile, Algen und sonstige Dinge, die eben keine Fische sind, angezeigt. Es ist daher zu empfehlen, diese Funktion von vornherein abzuschalten.

Tipp

Bedienungsanleitungen von Echoloten können auf dem Boot nützlich sein, wenn man sein Echolot noch nicht ausreichend kennt. Der Geber sollte im richtigen Winkel angebracht sein. Falsch montiert, z.B. in der Nähe der Motorschraube, können durch die Wasserverwirbelungen Messergebnisse verfälscht werden. Im Extremfall werden überhaupt keine Daten an das Echolot gesendet.

Akkus und Batterien für Echolote

Eine 12 V Autobatterie oder noch besser eine entsprechend kleinere Motorradbatterie sind als Energiequelle bestens geeignet. Ein Ladegerät sollte nicht vergessen werden. Man kann auch andere Akkus benutzen. Zum Beispiel werden Alarmanlagen bei Stromausfall mit Spezialakkus für eine kurze Zeit weiter betrieben. Allerdings brauchen diese auch Spezial Ladegeräte. Wer es genauer wissen möchte, diese Akkumulatoren müssen schonend geladen werden. Daher sind zwei dieser Spezialakkus zur Mitnahme empfehlenswert. Ein wirklich großer Vorteil ist das geringe Gewicht.

Fazit zu den Echoloten für Norwegenangler

Die wichtigste Funktion des Echolotes ist die Tiefenanzeige und die Beschaffenheit des Meeresgrundes (Greyline). Nur damit lassen sich gute Angelstellen sicher finden. Mehr oder weniger Luxus ist Ansichtssache. Letztendlich entscheidet der Geldbeutel. Daher ein letzter Tipp an dieser Stelle um den Geldbeutel (hier ein paar Echolotvergleiche) zu schonen: Eine Gruppe Angler, die immer wieder einen Angelurlaub macht, sollte für ein gutes Echolot zusammenlegen. Spitzen-Echolote kosten ab 500,- €.