Gezeitenfischen

Gezeitenfischen nach Ebbe und Flut – wenn der Mond spricht

Der Begriff Tide stammt ursprünglich aus dem plattdeutschen und bedeutet Gezeiten. Unter der Tide versteht man den Verlauf von Ebbe und Flut, der durch die Anziehungskraft des Mondes und die Fliehkraft der Erde verursacht wird. Ebbe, als auch die Flut treten zweimal täglich auf.

Man unterscheidet: die Zenitflut und die Nadirflut.

Zenitflut steht für den Flutberg, der durch die Anziehungskräfte des Mondes entsteht. Anders sieht es bei der Nadirflut aus. Dieser Flutberg wird nicht durch den Mond, sondern durch die auf das Wasser wirkende Fliehkraft der Erde erzeugt. Die Gezeiten für einen bestimmten Ort, z.B. Trondheim, werden in einem sogenannten Gezeitenkalender erfaßt. Nicht selten trifft man auf den Begriff Tidenhub, er gibt den Abstand zwischen mittlerem Hochwasser und mittlerem Niedrigwasser an.

Ebbe und Flut in Norwegen

Immer noch ein einfaches, aber echt nützliches Programm für den Rechner, auch wenn sich Ebbe und Flut mittlerweile schnell am Smartphone abrufen lassen.

© Andreas Stiehler

Interessant werden die Gezeitenströme genau dort, wo sich das Meer extrem verengt. Diese Meerengen werden auch als Straumen bezeichnet. Der wohl bekannteste liegt 33km südlich von Bodø – der Saltstraumen. Alle sechs Stunden werden durch den stärksten Gezeitenstrom der Welt fast 400 Millionen Kubikmeter Wasser gedrückt. Der Saltstraumen zählt zu den weltbesten Angelrevieren. Köhler, Dorsch und Co. werden hier in fantastischen Größen gefangen. Man muß aber nicht erst soweit fahren, denn Straumen finden sich eigentlich überall an der norwegischen Küste. Sie sind zwar nicht so mächtig, aber erfüllen dennoch ihren Zweck. Mehr zum Saltstraumen gibt es auf der Homepage von Bodø.

Achtung bei starken Strömungen

Seid ihr mit dem Boot unterwegs und durchquert einen Straumen zum Zeitpunkt des Gezeitenwechsel, dann seid bitte sehr vorsichtig, denn es wirken ungeheure Kräfte. Euer Boot sollte daher genügend PS haben, sonst kann es gefährlich werden – ein Boot kann hier schnell aufschaukeln und kentern!

Besonders die zwei Stunden vor und nach dem Höchststand solltet ihr zum Fischen nutzen. Danach könnt ihr in tiefere Gefilde zum Naturköderangeln wechseln, denn dort ist der Gezeitenwechsel nicht so ausschlaggebend.

Wer sich an den Gezeiten orientieren möchte, für den ist nachfolgendes Tool (Freeware!) sehr nützlich. Nach der Installation müßt ihr in den Einstellungen den gewünschten Ort angeben, dies wird in der Regel Trondheim sein. Die Tiden können auf mehrere Jahre vorausberechnet werden.

Download Wxtide