So läuft es momentan auf der norwegischen Angelinsel Leka

Sonne satt und gutes Fischen – Leka zeigt sich von seiner schönen Seite

Die vergangenen Angeltage in Norwegen verliefen für alle Beteiligten mehr als zufriedenstellend. Fangen wir beim Wetter an. Gefühlte 20° C bei herrlichstem Sonnenschein und maximal 3-6m/s stellten für uns alle optimale Rahmenbedinungen, um auch an die aussichtsreichen Plateaus vor Sklinna fahren zu können. Mit Sklinna meine ich nicht das fantastische Leuchtturmzimmer der Angeldestination von der aus ich gerade schreibe, sondern die aussichtsreichen Plateaus auf dem Nordmeer. Da wir wie jedes Jahr ein paar Neulinge mitnehmen, ahnt ihr sicherlich, dass jene auch gleich die ersten nennenswerten Exemplare fangen konnten. Ein paar Heilbutte bis 1,20m und schöne Dorsche bis 1,10m konnten von ihnen auf die Bootsplanken gelegt werden. Aufgrund von Familienfeiern “mussten” die Jungs bereits gestern per Flüge Amsterdam mit
Bravofly
wieder abreisen. Ich denke aber, das war ein Einstand nach Maß und wie ich hörte, war diese Tour sicherlich nicht die letzte für sie. Wieder einmal hat das Norwegenvirus neue Anhänger in seinen Beschlag nehmen können.

Doch nun weiter mit dem Geschehen vor Ort. Da wir alle Mann vorgestern recht ordentliche Dorsche um die 90cm bis über die Metermarken fangen konnten und die “Filetgrenze” so ziemlich ausgeschöpft war, hieß und heißt es für den Rest der Leka-Tour: Zielfischen. Auf meinem Boot dauerte die Suche nach einigen klassischen “wenn der Seelachs in die Montagen der anderen schwimmt”-Ausfällen etwas länger, doch dann kam die Wende, als ich einfach mal wieder meinen 30g Jigkopf mit Gummifisch montierte. Kurz nachdem ich den kleinen Sportfreund auf 20m hatte, zappelte ein Seelachs am Haken. Doch ehe ich den Sportfreund als Überbeisser unter den Schwarm langsam ablassen wollte, inhalierte ein brauchbarer Pollack den Seelachs samt Gummifisch.

brauchbarer Pollack

Netter Pollack, der 30g Jigkopf mit Gummifisch nebst Überbeisser inhalierte.

Und es gibt Fische wie Pollack und Steinbeisser, die aus meiner Sicht einfach frisch zubereitet am besten schmecken. Und mit frisch meine ich direkt vom Filetiertisch in die Pfanne.

vom Filetiertisch in die Pfanne

meine vier “G’s” für Genuß in Norwegen: gefangen – geschlachtet – gebraten – genossen

Nach dem kleinen kulinarischen Diskurs soll das Augenmerk wieder auf das Angeln gelegt werden. Kurz auf den Pollack stiegen ordentliche Dorsche bei meiner Bootsbesatzung ein. Da wir es nicht übertreiben wollten, fuhren wir nach einer Stunde Angeln an diesem Platz wieder in Richtung Heimathafen. Auf dem Pollackbild sind die gewichtigen Durchschnittsgrößen der hiesigen Dorsche glaube ich gut zu erkennen.

Die anderen Boote waren nicht minder erfolgreich. Nachdem wir wie hier zu sehen bereits die Abendsonne genossen, trafen nach und nach die anderen Angler ein.

Entspannung nach einem Angeltag

die norwegische Abendsonne verwöhnte uns mit wärmenden Strahlen

Und wieder hieß es: schöne Dorsch bis 1,15m und super Seelachse in ähnlichen Größen. Kollege Sven stoppte beim Reinfahren an einem aussichtsreichen Rotbarsch-Spot und verhaftete mit seiner Boots-Crew fünf herrliche Exemplare. Bild wird nachgereicht. Nachtrag: wie versprochen, das Rotbarschbild.

schöne Rote vor Leka

Bärbel fing ein paar schöne Rotbarsche

Das Abendessen war also gesichert. Ein großes Fischessen verwöhnte unsere Gaumen, obwohl wir bereits als kleinen Zwischenhappen Pollack gegessen hatten. Doch wann hat man mal die Chance, sich an frischem Fisch richtig satt zu essen!?

Heute nun, während ich diese Zeilen zu Ende schreibe, sind die ersten Angelboote bereits auf dem Weg zu Rotbarsch und Heilbutt, denn die fünf Roten haben hier einige Angler Lust auf mehr gemacht.

Übrigens verwöhnt uns das Nordlicht seit vorgestern mit einem sensationellen Lichtspiel. Angeln in Norwegen ist immer wieder für eine Überraschung gut…