Filiermesser

So filetiert/schlachtet ihr richtig, mit dem passenden Messer in Norwegen

Die richtigen Messer sind genauso wichtig wie das Angelgerät. Von daher solltet ihr ihnen auch den gleich hohen Stellenwert geben. Wer seinen Fisch anständig versorgen möchte, der benötigt für die reine Fischverwertung zwei Messer (Filier- und Schlachtmesser). Ich möchte euch hier die herkömmlichen Utensilien vorstellen.

Das Filiermesser für den Norwegenangler

Martiini Filetiermesser

Ein schönes Filetiermesser – hat zwar seinen Preis, aber das Geld ist gut investiert.

© Marttiini

Um aus dem Fisch die Filets schneiden zu können, benötigt ihr ein Filiermesser. Dabei solltet ihr darauf achten, dass es eine möglichst lange und schlanke Klinge besitzt. Seht von Billigprodukten ab, da die Klingen nach kurzem Einsatz und Kontakt mit Meerwasser einfach kaputt gehen. Bewährt haben sich die Messer der Firma Martiini. Sie sind nicht ganz billig, aber bei ordentlicher Pflege auch ein ewiger Begleiter.

Welches Filetiermesser? – Hier ist eine interessante Diskussion (schon älter, aber interessant)

Schlachtmesser für Norwegenangler

Ob für Räucher-, Koch- oder auch Bratfisch werden Fische geschlachtet und nicht filetiert. Ein Filiermesser ist hier natürlich fehl am Platze, denn die Gräten und speziell das Rückgrat wären eine unüberwindbare Hürde oder anders gesagt: die Klinge würde brechen und das schöne Filiermesser wäre im Eimer, mal ganz zu schweigen von den bösen Verletzungen, die man sich dabei einhandeln kann.

Hier findet ihr eine Vielzahl an Schlachtmessern…

Hier muß nun ein starkes Schlachtmesser ran, was auch mit den dicksten Brocken fertig wird. Achtet bei der Wahl eures Schlachtmesser auf eine rutschfeste Klinge (gilt auch für alle anderen Messer), um die Kraft möglichst gezielt einzusetzen, sonst sehen die Fischstücken eher “fleischwolfmäßig” aus.

Allroundmesser für Norwegenangler

In jeder Angelkiste sollte ein kleineres stabiles Messer sein. Dieses Messer findet vielfältigen Einsatz wie beispielsweise beim Schneiden der Fischfetzen für die Naturködermontagen, beim Abtrennen von Angelschnüren, beim Öffnen von Plastetüten (besonders bei naßkalten Wetter, wenn die Finger nicht mehr so wollen eine echte Hilfe) und natürlich noch wichtiger beim Kehlen der Fische. Es gibt sicher noch weitere Möglichkeiten, denkt also unbedingt an dieses Messer.

Fischfetzen zuschneiden

Ein Schlachteallround-Messer ist ein Muß in jeder Angelbox.

Zum Schneiden von Fischfetzen ideal. © Andreas Stiehler

Pflege der Angel-Messer

Auch die besten Filier- und Schlachtmesser müssen gereinigt werden! Pflegt eure Messer nach jeder Benutzung und ihr habt lange euren Spaß daran. Nach der Fischverwertung ist eine gründliche Reinigung unter dem Wasserhahn (Süßwasser!) nötig. Anschließend solltet ihr die Messer gut abtrocknen und wieder in der Messerscheide verstauen.

Da man auf dem Boot nicht nach jeder Benutzung das Allroundmesser abspült, sammelt sich nach so einem Angeltag eine Menge Dreck (Blut, Schuppen…) auf der Klinge und vor allem am Griff. Die Sonne tut ihr übriges und hilft dabei, dass alles richtig schön antrocknet. Wenn ihr mit dem Messer auch Fischfetzen für eure Naturködermontagen schneidet, solltet ihr davon absehen es am Abend mit Spülmittel zu waschen (wegen dem Geruch).

Das mag übertrieben klingen, aber die Wahrnehmung solcher Fremdgerüche bei den Fischen ist für deren Fang nicht sonderlich von Vorteil. Spült also auch euer Allroundmesser nur mit Süßwasser ab.

Mein Tipp daher: Nach dem Versorgen der Fische alle Messer in einem Eimer sammeln und abspülen. Die Schuppen könnt ihr mit einer Bürste abscheuern.

Schärfen der Messer

Ein Messer muß scharf sein und dies gilt besonders für Filiermesser! “Läuft ja wie durch Butter!” Dann ist das Messer scharf genug, ansonsten gilt es, regelmäßig nachzuschärfen. Beim Allroundmesser ist es ausreichend, wenn ihr es nach Bedarf alle paar Tage schärft.